Demnächst in der romanischen Kirche: Ursula von Rydingsvard

28. März 2014
von schoenthal

In Kooperation mit dem Yorkshire Sculpture Park
11.05.2014 – 18.10.2014

Ursula von Rydingsvards Werke sind von monumentaler Grösse. Seit dreissig Jahren konstruiert sie Skulpturen aus dem weichen Holz von Zedern. Sie zersägt, stapelt und klebt die duftenden Kanthölzer zu abstrakten Figurationen, deren aufwändige, facettierte Texturen sie zum Schluss mit Grafitstaub einreibt. Mächtig und doch bescheiden, in den Dimensionen wie Gebirge überwältigend und doch intim, ja häuslich in der holzwarmen  Ausstrahlung erzählt diese Bildhauerei vom Gestaltungswillen eines Menschen, von körperlicher Verausgabung und grossem Vertrauen in den intuitiven kreativen Prozess.

Geboren 1942 im deutschen Deensen, erwarb Ursula von Rydingsvard 1975 ihren Master of Fine Arts an der New Yorker Columbia University und unterrichtete zwischen 1981 und 1989 Bildhauerei an der Yale School of Art and Architecture. Seit Jahrzehnten betreibt die Künstlerin ihr Studio in New York. Im Sommer 2013 war Ursula von Rydingsvard ein erstes Mal im Schönthal zu Gast, in Begleitung von Peter Murray, dem Direktor und Gründer des Yorkshire Sculpture Park.

Eröffnet 1977 auf dem Bretton Hall Estate, ist dieser Park der älteste und mit 500 Aaren grösste Skulpturenpark seiner Art in Europa. An die 350‘000 Gäste besuchen jährlich die über 60 bedeutenden frei stehenden Werke englischer und internationaler Herkunft und die fünf Galerien für Wechselausstellungen, die nahe der Stadt Leeds auf einem Landgut aus dem 18. Jahrhundert errichtet wurden. In Kooperation mit dem Kloster Schönthal bereitet YSP zur  Zeit die erste umfassende Einzelausstellung von Rydingsvards in Europa vor (in Yorkshire 5. April 2013 bis 4. Januar 2015).

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